SG NARVA Berlin e.V.

Training mal anders – Race of Legends

 

Hallensituation, Ferienzeiten und Urlaube „zwangen“ die Ü32 zu alternativen Trainingsmethoden. So fanden sich einige Spieler der Ü32 inklusive Perspektivspieler am Samstag, dem 13.02., zu „Race Of The Legends“ im Norden Berlins ein.

Nach detaillierter Besprechung im Fahrerlager ging es los auf die Bahn. 5 Runden dienten zur Erwärmung von Material und Piloten. Der fliegende Wechsel in die 5 Qualifizierungsrunden wurde von einigen Akteuren zwar nicht vollends registriert, ergab aber letztendlich die Startaufstellung für das erste Rennen und den ersten Fingerzeig hinsichtlich Leistungsdichte im Feld.

Dann wurde es ernst, erstes Rennen, die ersten 30 Runden. Hierbei taten sich der Langzeitverletzte Scheil durch Gewichtsvorteile und fehlenden Saisonverschleiß, Perspektivspieler Reisner durch aggressiven Geltungsdrang sowie Sportsfreund Scholz durch robuste Fahrweise hervor. Enno Benner, im Folgenden auch Abfangjäger genannt, spaltete das Feld in 2 Teile und hielt die Verfolger von dem Spitzenquartett fern. Zieleinlauf 1. Rennen: Scheil, Reisner, Scholz, Klausmeyer, Benner, Schlotterbeck, Jahr, Kahnert

30 Minuten blieben uns, zum Durchschnaufen, schneller Rennanalyse, Wunden lecken und zur Pflege von neuen, bzw, alten Feindschaften. Das zweite Rennen wurde in umgekehrter Reihenfolge zum Zieleinlauf des ersten Laufs gestartet. Zusätzlich erhielten die ersten vier ein Handicap durch Gewichtszunahme (40-15kg). Nun galten keine Ausreden mehr und Schlotterbeck konnte seine Schwungmasse vollends zur Geltung bringen. Verletzungsbedingt wurde Coach Kahnert zum Boxenluder degradiert, oder auch je nach Betrachtung auch befördert. Parallelen zum ersten Rennen zeigten sich dann auch beim zweiten Lauf. Benner schirmte, Scheil und Reisner gingen auf die Jagd. Unparteiische Betrachter mögen vielleicht behaupten, dass die Grenzen zwischen aggressivem und unsportlichem Fahrverhalten gerade bei Jungspund Reisner fließend sind. Sei es wie es ist, er kämpfte sich durch das Feld und hinterließ seine Spuren, musste seiner Fahrweise Tribut (Verursacher eines Massencrash, VIDEOBEWEIS) zollen und kämpfte sich aber erneut heran. Enno Benners Taktik ging nur anfangs auf. Gerade in diesen ersten Runden konnten eben die Verlierer des ersten Rennens (Schlotterbeck und Jahr starteten nun aus der Pole) den ungewohnten Platz an der Sonne genießen und ihre Runden ziehen. Aber bereits nach einem Viertel des Rennens wurde der Block in erbittertem Kampf überwunden. In einem stetigen Hin&Her konnten die Verfolger letztendlich vorbeiziehen und Druck auf die Führung aufbauen. Man machte im gesamten Verlauf keine Kompromisse, besann sich aber das ein oder andere Mal auf alte Rivalitäten („die habe ich vorbei gelassen, DICH aber nicht!“). Nach aufregenden 30 Runden sah jeder Fahrer dann die erhoffte karierte Flagge. Zieleinlauf 2. Rennen: Reisner, Scheil, Schlotterbeck, Jahr, Klausmeyer, Scholz, Benner

Die Kalkulation des teilweise nicht nachvollziehbaren, umstrittenen Gesamtergebnisses – 1.Reisner 2. Scheil 3.Scholz 4. Schlotterbeck 5. Klausmeyer 6. Jahr 7. Benner 8. Kahnert – wird zu Recht sicherlich noch lange diskutiert werden und sorgte zum Teil für Unmut. Auch wurden Ausrufe wie „Schiebung“, „Warum zählt Aussehen nicht?“ und „Sch… Millionäre“ laut. Des Weiteren gibt es immer noch eine 3. Halbzeit oder die Gefahr, die Zukunft der Mannschaft aufs Spiel gesetzt zu haben. 😉 Letztendlich war es ein Riesenspaß und schreit nach Wiederholung. Zum Abschluss gab es Schnitzel und Bier in heimischen Gefilden, außer für die Akteure mit den Vorvalentinverpflichtungen. (by R.K.)

32_ROL_130216_132_ROL_130216_332_ROL_130216_532_ROL_130216_232_ROL_130216_4