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Nur Wille reicht nicht
- Updated: Februar 27, 2018
HSG Kreuzberg – 2. Männer 30:27 (14:13)
Die zwote Vertretung der SG NARVA gastierte bei dem Kiez-Nachbarn, der HSG Kreuzberg, in der Flatow-Halle. Die Zielsetzung war klar: Wir sollten auf der derzeitigen Welle (6 Spiele in Folge unbezwungen) schwimmen. Die Vorzeichen standen jedoch schlecht, sollte Coach Herter mit keinem nominellen Linksaußen und Rückraummitte aufwarten können. Wir besprachen im Vorwege die taktische Marschroute, war es doch der gegnerische Rückraum, der im Hinspiel Probleme bereitete. Hier sollte aggressiv und bei 9 Metern konsequent verteidigt werden, um die Akteure mit Körperkontakt bei Würfen zu entnerven.
Das gelang uns gerade zu Beginn des Spiels ausgezeichnet. Ein ums andere Mal verfehlten die gegnerischen Rückraumspieler das Gehäuse, sodass wir in der zweiten Welle die Ballgewinne in Tore ummünzen konnten. Folgerichtig stand es nach neun Minuten 4:8 für unsere Farben. Nachdem wir zeigten, dass das Tempospiel grundsätzlich beherrscht wird, stellten wir es nach und nach ein. Vorne verzettelten wir uns in überhastete Abschlüsse oder vergaben Torchancen. Statt nun wenigstens die Abwehr beisammen zu halten, ließen wir auch hier die nötige Konsequenz missen. Allzu oft waren wir einen Schritt zu spät und attackierten die Rückraumspieler nicht adäquat. So konnte die HSG Kreuzberg nicht nur langsam unseren Vorsprung wegschmelzen, sondern ihrerseits mit 14:13 in Führung gehen. Gut, dass nun die erste Halbzeit zu Ende war. Genug Zeit also, um sich neu zu fokussieren.
Das taten wir dann auch und bekamen einige taktische Mittel an die Hand, um die gegnerische Abwehr auszuhebeln.
An diese hielten wir uns zunächst nicht und mussten uns kurz von Coach Herter daran erinnern lassen. Langsam trugen unsere Mühen Früchte und ein ausgeglichenes Spiel entwickelte sich. Hier zeigte sich ein ähnliches Bild wie in Halbzeit I: Gute Wurfgelegenheiten wurden erspielt, bei denen wir teilweise kläglich versagten oder ließen uns dabei regelwidrig stoppen, um die 7-Meter zu verwandeln.
Leider war das Spiel für einen unserer Akteure bereits nach 40 Spielminuten (19:18 Spielstand) vorüber, sodass die anwesenden Rückraumspieler ohne Pause durchspielen mussten. Das sollte sich bemerkbar machen. So fehlte es vor allem im Angriff an der nötigen Durchschlagskraft, Kreativität und Chancenverwertung. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Wir kämpften, mussten durch Zeitstrafen und zahlreichen Fahrkarten aber eine Vielzahl an Nackenschlägen hinnehmen. Bezeichnend dafür ist, dass wir bei einem 25:23-Zwischenstand (52‘) zweimal in Folge vom 7-Meter-Punkt scheiterten und stattdessen das 26:23 (53’) kassierten. Wir versuchten, die gegnerische Mannschaft nun mit einer offensiveren Abwehrformation zu schnellen Abschlüssen zu drängen, um doch noch verkürzen zu können. Verkürzen konnten wir leider nicht. Nach 60 Minuten stand ein 30:27 auf der Anzeigetafel.
Fazit: Trotz der 30 Gegentore zeigten wir eine ordentliche Abwehrleistung. Leider schafften wir es nicht, unsere Wurfchancen in Tore umzumünzen. Wir vergaben fünf (!) 7-Meter, davon vier (!!!) in den letzten 10 Minuten. Da ist es manchmal mit Willen allein nicht getan. (by JHS)
Es spielten: Czirson, Kaßburg – Sparr (10/3), C. Reitzig (7/6), Kretzer (6), Bogisch (2/2), Alberts, Rubljev (je 1), Burggraf, Nguyen, Surrow.