SG NARVA Berlin e.V.

Nichts für schwache Nerven, aber die mBII weiter auf Titelkurs

SG GM/BTSV 1950 – mB-Jugend II 28:29 (14:11)

Es ist wie immer im Leben. Das Ziel vor Augen, greifbar nah und es geliegen die einfachsten Sachen nicht mehr. Bleierne Beine und Arme, dazu noch eine Leere im Kopf die mutlos macht. So gestaltete sich unsere Anfangsphase beim Tabellensechsten, der in der Meisterschaft nichts zu verlieren hat, gegen uns aber voll motiviert ins Spiel ging. Wir hingegen hatten den Ausfall von 4 Stammkräften zu beklagen, sodass Unterstützung aus der B III und Umstellungen notwendig waren.

Im Abwehrverhalten taten wir uns schwer, den agilen Rückraum unter Kontrolle zu bekommen. In der Folge fand unser Gegner immer wieder Lücken und kam über den Kreis erfolgreich zum Abschluss. Unser Angriffsspiel hingegen erzielte nicht die gewohnte Wirkung. Der Parallelpass wurde übertrieben und der Abschluss vorwiegend durch Wurf vom „Neuner“ gesucht. Dem standen aber der Torwart sowie Latte und Pfosten im Weg. So kam es, dass wir über die Stationen 2:4, 5:7 und 6:8 mehrfach mit 2 Toren im Rückstand lagen. Doch die Moral stimmte und unsere Aussenspieler behielten die Nerven. Damit gelang uns beim 10:10 der Ausgleich, der leider nicht zu mehr Sicherheit im Spiel führte. Fang- und technische Fehler führten zu Ballverlusten und einfachen Gegentoren. Ein deutlicher Rückstand zu Pause machte unser Vorhaben, das Spiel zu gewinnen, nicht einfacher.

In der Kabine arbeiteten wir hauptsächlich an der Nervosität und sprachen Fehler im Spielaufbau an. Die Abwehr stellten wir auf offensives Bekämpferverhalten um. Unsere Körpersprache und unser Auftreten waren mit Wiederanpfiff konsequent auf Sieg ausgerichtet. Das erzielte Wirkung. Beim 16:16 und 24:24 erzielten wir jeweils den Ausgleich. Beide Teams schenkten sich nun nichts mehr. Während die Moabiter aber mehr und mehr auf Einzelaktionen setzten, suchten wir weiterhin als Team die freien Räume zum Abschluss. Jetzt gelang uns mit dem 28:26 eine 2-Toreführung. Leider nahm dann auch der Schiedsrichter Einfluss. Nach dem Anschlusstreffer in der Schlussminute signalisierte er mit dem Anpfiff passives Spiel. Es kam, was kommen musste: Fehlwurf, Gegenzug, Ausgleich. Praktisch mit dem Schlusspfiff trafen wir dann aber doch nochmal. Da war die Freude riesig. Für schwache Nerven war dieses Spiel nicht gedacht. Doch wir haben bis zum Schluss starke Nerven behalten.

Jetzt soll in der kommenden Woche der Sack zugebunden werden. Mit einem Sieg gegen den SV Pfefferwerk am Sonntag soll ab 12:45 Uhr der Titel geholt werden. (by Norbert)

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