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Gekämpft und gewonnen – Teil 2
- Updated: Oktober 6, 2015
1. Frauen – KSV AJAX-NEPTUN 17:16 (8:10)
Déjà-vu bei den 1. Frauen der SG NARVA: Nach einer anstrengenden Aufholjagd erkämpfen sich die Damen durch eine offensive Abwehrformation in der zweiten Halbzeit einen denkbar knappen Heimsieg!
Nach der schwachen Vorstellung gegen Pro Sport am vorigen Sonntag galt es, sich wieder auf seine Heimstärke zu besinnen und die zwei Punkte zu Hause zu verteidigen. Uns war klar, dass AJAX kein leichter Gegner ist, sind wir den Mädels, die den Aufstieg in die Verbandsliga knapp verpasst haben, letzte Saison doch in zwei sehr körperbetonten Spielen begegnet. Wie auch in den vergangenen Spielen erwischten wir in den ersten Minuten eine starke Phase und zogen durch einen schnellen Ball und Tempo-Gegenstöße mit drei Toren davon. Langsam fanden auch die Köpenicker Mädels ins Spiel und versuchten, den bestehenden Abstand vor allem mit ihren durchsetzungsfähigen Rückraumspielerinnen zu verringern, die uns in der Deckungsarbeit immer wieder Schwierigkeiten bereiteten. Wir konnten jedoch mit vereinzelten guten Aktionen dagegenhalten. Insbesondere das Zusammenspiel in der 4:2 zwischen unseren Halben und unseren Kreisspielerinnen war zielführend (an dieser Stelle Danke an Ulli, die eine Doppelbelastung in Kauf nahm und unmittelbar vor dem Spiel ihrer dritten Frauen bei uns aushalf). Susan hielt ihren Kasten hinten sauber und trug maßgeblich dazu bei, dass wir in Führung blieben.
Mitte der ersten Halbzeit dann ein kleiner Schockmoment: Zusammenstoß zwischen Francine und einer Gegenspielerin in der Rückwärtsbewegung. Die Konsequenz auf unserer Seite: eine heftig blutende Nase und ein zugeschwollenes linkes Auge. (Gute Besserung, liebe Francine!) Für die verbliebenen Mädels auf der Platte hieß es, trotzdem die Konzentration hochzuhalten und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Das gelang uns auch, bis uns fünf Minuten vor Abpfiff der ersten Halbzeit die Kräfte zu verlassen schienen. AJAX hatte mehr Luft und spielte den Ball konzentrierter bis zur klaren Torchance. Mit einem Rückstand von 8:10 ging es in die Kabine.
In der Halbzeitansprache forderte Michi, Oli als Co-Trainer ersetzend (Danke!), ein noch geduldigeres und konsequenteres Pendeln zwischen den Halben im 4:2-Angriff, um so zu Torgelegenheiten über weitere Anspiele an den Kreis zu gelangen. Amor kündigte an, eventuell im Laufe der zweiten Halbzeit auch auf eine offensive 4:2 in der Abwehr umzustellen. Ein Mittel, das schon im ersten Heimspiel seine Wirkung gezeigt und nicht unerheblich zum Sieg gegen die Damen vom CHC beigetragen hatte. Mit diesen Instruktionen gingen wir motiviert in die zweite Halbzeit. Man spürte den Willen der Mannschaft, das Spiel für sich zu entscheiden.
Die erste Phase der 2. Halbzeit sollte aber den Mädels der Gegenseite gehören. Unser Rückraum stand im 4:2-Angriff zu nahe auf der Abwehr. Wiederholt wurden Pässe zwischen unseren beiden Halben abgefangen. Einzig und allein Addi hielt uns in dieser Phase im Spiel. Sie hielt, was eigentlich nicht zu halten war. Dennoch war der Vorsprung der Köpenicker Mädels auf der Anzeigetafel deutlich: 14:9. Zeit für unsere Erfolgsdefensive. Amor stellte die Abwehr wie in der Halbzeitpause angekündigt um: Eine sehr offensive 4:2 sollte den Spielfluss der Gegenseite stören und zu einfachen und schnellen Toren unsererseits führen. Der Plan ging wie schon vor zwei Wochen im Heimspiel auf. Wir mobilisierten all unsere Kräfte und kämpften uns Tor um Tor heran. AJAX hatte Schwierigkeiten mit unserer neuen, umgestellten Abwehrformation, kam oft gar nicht mehr in Wurfposition und konnte nur noch wenig verwandeln. Getragen von der Stimmung unserer Heimkulisse und mit einer hervorragenden Addi im Rücken glichen wir in der 27. Minute aus: 16:16. Die letzten Minuten waren hart umkämpft, keine der beiden Mannschaften wollte ein Tor kassieren, stattdessen aber unbedingt in Führung gehen. Fortuna war an diesem Tag auf unserer Seite, anders kann man es nicht ausdrücken. Unser Siegtor fiel 30 Sekunden vor Schluss aus dem Rückraum in der Bedrängnis einer erhobenen Hand des Schiedsrichters. 17:16. An diesem Ergebnis konnte der letzte gegnerische Angriff nichts ändern. Ein nach Abpfiff noch ausgeführter Freiwurf streifte nur noch das Aluminium. Was danach kam, ist schnell beschrieben: Erleichterung, Jubel, Freude…und unter Umständen auch ein mitleidiges Lächeln für die Damen der Gegenseite, die in einem überwiegend fairen Spiel das unglückliche Los der Verfolgten und schließlich Bezwungenen gezogen hatten.
Für unsere personell geschwächte Mannschaft war das ein ganz wichtiger Sieg, der vor allem eines zeigt: Was uns momentan phasenweise spielerisch fehlt, können und müssen wir durch unseren Mannschaftszusammenhalt und Kampfgeist wettmachen, und zwar nicht nur in unseren Heimhallen. An diesem Erfolgsrezept gilt es im nächsten Spiel auswärts gegen Rotation festzuhalten.
Mädels, das Licht ist an! (by Freya)