SG NARVA Berlin e.V.

Dominanz ohne Glanz

 

wD-Jugend III – Pfeffersport II 33:12 (16:6)

Nach dem kämpferisch starken Auftritt beim Berliner TSC III kam mit Pfeffersport II dieses Wochenende eine andere Art Herausforderung zu uns in die Palisadenstraße. In der Hinrunde gewann man das Spiel in Prenzlauer Berg mit acht Toren Vorsprung, schon damals mit einer Menge Luft nach oben. Die Herausforderung war hier neben der klaren Favoritenrolle vor allem die des Kaders: bis Donnerstagabend standen sechs spielfähige Spielerinnen zur Verfügung. Mit Hilfe der E-Jugend (Yasmin, Elsa und Saskia erklärten sich sofort bereit auszuhelfen) konnte die dünne Personaldecke etwas aufgebessert werden. Zusätzlich meldeten sich die fraglichen Renata und Annik noch fit, sodass mit elf Spielerinnen dann doch eine Art Luxussituation entstand. Deswegen war die Vorgabe für dieses Spiel klar: Ab der ersten Minute keinen Zweifel daran lassen, wer hier die bessere Mannschaft ist, mit vollem Tempo agieren und konsequent die Führung ausbauen.

Rein ergebnistechnisch setzte die Mannschaft die Vorgaben um. Viele schnelle Gegenstöße konnten gesetzt und einfache Tore erzielt werden. Grundlage dafür war aber nicht die starke Abwehrleistung unserer Farben – diese ließ durchaus zu wünschen übrig, weshalb die grüne Karte beim Stand von 6:3 (7. Minute) gelegt wurde, um in der Auszeit nochmal nachzujustieren – sondern die vielen Fang- und Regelfehler, die sich der Gast leistete. Im Angriff wurden zumeist gute Lösungen gegen die Manndeckung gefunden, obgleich sich das Spiel meistens zu sehr in der Feldmitte abspielte, sodass die Räume für jede einzelne Spielerin sehr eng waren. Nichtsdestotrotz ging es mit einer komfortablen 16:6-Halbzeitführung in die Kabine. Also an sich alles gut? Geht so. Grundsätzlich konnte das Trainerduo Gorka/Teller sicherlich zufrieden sein, aber vor allem einfache Konzentrations- und Stellungsfehler in der Abwehr trübten das Gesamtbild etwas.

In der zweiten Halbzeit sollte in einer etwas offensiveren Form der Raumdeckung daher weiter voll auf Ballgewinn gespielt werden und mit Tempo abgeschlossen werden. Das gelang größtenteils auch gut, ließ man den Gegner doch eher selten in eine geordnete Abwehrformation kommen. Und noch eine positive Randnotiz: Es war das erste Spiel, in dem in der zweiten Halbzeit mehr Tore erzielt wurden als im ersten Durchgang. Das ist ein großartiges Zeugnis für die Entwicklung der Mädels im Spiel mit vollem Tempo und gegen eine Raumdeckung. Der Abstand konnte im Laufe des Durchgangs immer weiter vergrößert werden, sodass noch einige Meilensteine gefeiert werden konnten: Johanna erzielte das 20. Tor (24. Minute) und auch Yasmin konnte sich in die Torschützenliste eintragen, zur Freude aller ausgerechnet mit dem 30. Tor. Für beide heißt es also: einmal Kuchen bitte! Die größtmögliche (Schaden-)Freude bereitete allerdings der Endstand: 33:12. Das heißt: bei mindestens 20 Toren Differenz bekommt die Mannschaft von den Trainern auch einen Kuchen. Und da in dieser Mannschaft ja gleichberechtigt aufgeteilt wird, darf der Chronist sich dieses Mal in die Backstube stellen. Ob das ganze am Ende genießbar sein wird, ist völlig offen.

Am kommenden Wochenende steht die Mannschaft dann wieder vor einer neuen – und vor allem noch unbekannten – Herausforderung. Am Samstag steht das Auswärtsspiel beim Landesliga-Absteiger FSV 1912 II an. Dort können die Mädels aufs Neue beweisen, wie gut sie sich entwickelt haben. (by LT)

Für die SG NARVA spielten: Laura – Emilia (8), Hannah (8), Johanna (7), Helena (3), Annik (3), Lia (2), Renata (1), Yasmin (1), Elsa, Saskia